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1335 ließ der polnische König Kazimierz III. vor den Stadtmauern Krakaus eine Stadt anlegen, in die die Krakauer Juden nach einem Progrom im Jahr 1494 umgesiedelt wurden. Nach dem Überfall auf Polen errichteten die Nazis 1940 in Kazimierz eines der größten Ghettos in Polen. Wenige Kilometer vor der Stadt entstehen kurz darauf das Konzentrationslager Auschwitz und das Vernichtungslager Birkenau, in dem mehr als 1,45 Millionen Menschen vergast wurden. Die vor dem Krieg noch rund 75 000 Mitgliedern zählende Gemeinde zählt heute noch etwa 200 Köpfe. Trotzdem stellt Kazimierz nach dem Prager jüdischen Viertel Josefov weltweit den zweitgrößten historischen Komplex jüdischer Sehenswürdigkeiten dar.
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