|
Die traditionelle Holzbauweise der Hohen Tatra orientiert sich an den natürlichen Ressourcen und klimatischen Bedingungen des Berglandes an der Grenze Polens zur Slowakei. Verwendet wird vor allem Fichtenholz. In seiner stilistischen Homogenität einmalig ist der Dorfkern von Chocholów, einer lebendigen Ortschaft nicht weit von Zakopane. In einer Schnitzerei erleben Sie das Fortleben des traditionsreichen Handwerks sowie als besondere Attraktion eine Hütte, die komplett aus dem Material einer einzigen gigantischen Fichte errichtet wurde. Ihr deutschsprachigen guide führt Sie in die Einzelheiten des traditionellen Podhale-Baustil ein. Im unweit entfernt gelegenen Zakopane entwickelte sich dieser Stil unter dem Einfluss des Jugendstil-Malers Witkiewicz Anfang des 20. Jahrhunderts zum sogenannten Zakopane-Stil weiter: Verspielte Schnitzereien und Formen prägen das Antlitz der "Winterhauptstadt Polens". Neben Wohnhäusern sind auch Holzkirchen und die Gastwirtschaft, in der Ihnen ein Mittagessen serviert wird, vom Zakopane-Stil gezeichnet. Mit einer Gondelseilbahn gelangt man auf den "Kasprowy Wierch", dem Ausgangspunkt eines Höhenweges in fast 2000 Höhenmetern, auf dem warme Kleidung anzuraten ist, und von dem aus man bei gutem Wetter einen einzigartigen Panoramablick auf die Hohe Tatra hat. Wiederum eine eigene Ausprägung erfuhr die Holzbauarchitektur in der Ortschaft Orawa. Im Freilichtmuseum in Zubrzyca Górna können Sie die Eigenarten des "styl orawski" an einer Reihe von Wohn- und Gewerbegebäuden in Augenschein nehmen und mit Ihrem guide diskutieren.
|